5 spannende Kräuterbücher für Kinder

Ach, da wünsch ich mir gleich, selbst noch mal Kind zu sein 🙂 . Letztes Wochenende habe ich das Buch „Hexe Linda lernt zaubern“ in die Finger bekommen. Auf ihrem Weg durch die Lindenallee beweist  Hexe Linda ihren Lesern, Vorlesern und Zuhörern, dass Kräuterwissen keine Zauberei ist. Oder vielleicht doch?
Ich hab die Geschichte gleich zum Anlaß genommen, dir einige aus meiner Sicht gute Kräuterbücher für Kinder vorzustellen. Übrigens: 3 der genannten Bücher sind fester Bestandteil des Bücherturms der Leseumwelt, der in vielen öffentlichen Büchereien Niederösterreichs zu finden ist.
 

Los geht´s:

 
5 spannende Kräuterbücher für Kinder

  1. „Hexe Linda lernt zaubern“
  2. von Birgit Rauscher, erschienen bei Verlagshaus Hernals

     

    Beschreibung: Hexe Linda ist keine gewöhnliche Hexe. Sie wohnt in einem Lindenbaum, der sie mit seinen Blättern nährt, aus dessen Blüten sie sich einen leckeren Lindenblütenhonig macht und dessen verkohltes Holz sie als Zahnpulver nutzt. Die Autorin hat hier altes Kräuterwissen zu einer wundervollen Geschichte versponnen.
    Nur eins fehlt Hexe Linda in ihrem Leben: Sie würde sich so gerne ein wunderschönes Schloss mit einem wunderschönen Prinzen und so vielen Goldtalern zaubern, so dass sie die reichste Hexe in der ganzen Lindenallee wäre.
    Hexe Linda macht sich auf den Weg, um zaubern zu lernen. Dabei kommt sie in Situationen, in denen sie die Not anderer mit ihrem Kräuterwissen lindern kann. Die Leser und Zuhörer der Geschichte erfahren viel über Heilpflanzen und Hexe Linda verrät am Ende des Buches alle Rezepte, mit denen sie Mensch und Tier auf ihrem Weg geholfen hat.

     

    Persönliche Gedanken zum Buch: Ein Buch, dass ich als Kind geliebt hätte! Als ich es entdeckt habe war klar, dass ich mir dieses Buch für unsere Bücherei wünsche. Auf sehr kindgerechte Art wird da ganz viel Wissen vermittelt. Und dass es am Ende des Buches auch noch alle Kräuterrezepte zum Selbermachen gibt, macht die Hexe Linda zu einer Märchengestalt, die den Weg ins echte Leben geschafft hat.

     

    Fazit: Eine tolle Geschichte zum „immer-wieder-lesen“ mit sehr ansprechenden Zeichnungen für Kinder ab 5 Jahren.

     

    Hexe  Linda lernt zaubern

     

     

  3. „Das Buch, gegen das kein Kraut gewachsen ist“
  4. von Gerda Anger-Schmidt und Renate Habinger, erschienen im Residenz Verlag

     

    Beschreibung: Das Buch im quirligen Design nimmt dich mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch das Universum von Kräutern und Gewürzen. Von Kräuterportraits über Rätselspaß bis hin zu Liedern, Reimen und Rezepten gibt es wirklich (fast) nichts, auf das dieses Buch keine Antwort oder keinen kecken Spruch bereit hält. Themen wie „Ah, anregend“, „Gute Nacht“ oder „Geht´s gut“ weisen schon auf die Verwendung der verschiedenen Kräuter hin.

     

    Persönliche Gedanken zum Buch: Beim ersten Aufschlagen hat mich das Buch irritiert. Bunt geht´s zu zwischen den Seiten. Sehr bunt! Der Text steht manchmal kreuz und quer und macht es mir, die ich ganz gerne Ordnung habe, schwer, mich darauf einzulassen. Aber zum Glück habe ich diesem Buch eine zweite Chance gegeben! Denn es gibt dort so viel zu entdecken, dass es ein wunderbarer Begleiter im Alltag werden kann. Ein Buch, das einen das ganze Jahr über beschäftigen kann , weil es immer wieder neue Überraschungen bietet. Kräuterwissen zum Anfassen und zum Experimentieren.

     

    Fazit: Ein spannender Wegbegleiter ins Reich der Kräuter für Kinder ab 10 Jahre. Empfehlenswert!

    Dieses Buch ist im Bestand des Bücherturms der Leseumwelt!

     

     

  5. „Kinderwerkstatt Wildpflanzenküche“
  6. von Violette Tanner, erschienen im AT Verlag

     

    Beschreibung: Anders als in dem oben vorgestellten Buch richtet sich dieses Buch in erster Linie an Erwachsene, die mit Kindern Kräuter in der Natur erleben möchten. Unterteilt in die vier Jahreszeiten werden jeweils 3 Wildpflanzen sehr ausführlich vorgestellt. In einem Wissensteil informiert die Autorin über botanische Merkmale, über Traditionen und Mythen und den medizinischen Nutzen der Pflanze. Der Abschnitt „Gut zu wissen“ widmet sich den Bestimmungsmerkmalen und weist auf Verwechslungsmöglichkeiten hin. Das Buch liefert zahlreiche Ideen zum Verarbeiten der Pflanzen zu Gerichten, die Kindern schmecken.

     

    Persönliche Gedanken zum Buch: Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich die beschriebenen Rezepte toll finde. Die vielen Fotos haben mich direkt in die Natur versetzt und an Ferienfreizeiten mit Kindern erinnert, die ich früher begleitet habe.
    Meiner Meinung nach ist das ein ideales Buch, um sich inspirieren zu lassen, gemeinsam mit Kindern die Natur zu erleben. Die Fotos machen einfach Lust darauf, selbst kreativ zu werden. Seine wahre Stärke beweist es aber auf jeden Fall bei den Kochrezepten. Für den Alltag in der Familie gibt es mir zu wenig konkrete Tipps, wie ich Naturerfahrungen mit Kindern umsetzen kann.

     

    Fazit: Ein gutes Buch für Pädagogen, die sich zu Aktionen in der Natur inspirieren lassen wollen. Tolle Fotos machen Lust auf den Urlaub mit Kindern und liefern Ideen für das nächste Kinderfest. Leckere Rezepte!

     

    Wildkräuterküche

     

     

  7. „Kräuterkundig – mit Kindern durch das Gartenjahr“
  8. von Diana Monson und Maia Pfrombeck, erschienen im Arun Verlag

     

    Beschreibung: Das Buch erzählt aus dem Alltag der jungen Sonja und ihrer Familie. Allen voran Großmutter Alwine, eine Kräuterkundige, die ihre Enkelin in die Geheimnisse der Pflanzenseelen, der Devas, einweiht. Sonja erklärt sich zum Kräuterlehrling ihrer Oma und erfährt von ihr viel überliefertes Kräuterwissen zu Ernährung und Heilkunde. In dem bald 200 Seiten starken Buch kannst du Sonja ein ganzes Jahr lang begleiten und die verschiedenen Vegetationsphasen miterleben.
    Das Buch hält ganz viele praktische Tipps bereit. So bekommst du den Bauplan für eine eigene Kräuterpresse, erhältst Tipps, wie du mit Kindern aus getrockneten Blüten und Blättern Schmuckbilder und Lesezeichen machen kannst, findest einfache Kochrezepte, Rezepte für Ölauszüge und vieles mehr.
    In die Geschichte eingebunden erzählen Märchen von Menschen, Pflanzen und Tieren und wie sie sich untereinander verständigen.
    26 Pflanzenportraits zu bekannten Heil- und Küchenkräutern, die in der Geschichte vorkommen, vervollständigen das Buch.

     

    Persönliche Gedanken zum Buch: Was mir besonders gut an dem Buch gefällt, ist der liebevolle und wertschätzende Zugang der Autorin zu den Pflanzen. So darf der Leser gemeinsam mit Sonja erst einmal ankommen in der Stille. „Du musst die Pflänzchen spüren, mit ihnen fühlen, dich mit dem Wesen der Pflanzen vertraut machen“, fordert die Großmutter ihre Enkelin auf.
    Dieses „sich-Zeit-lassen“ habe ich im Verlauf der ganzen Geschichte gespürt.
    So, wie Kinder im Hier und Jetzt leben, so lebt auch die Geschichte vom Hier und Jetzt. Kinder, die diese Geschichte lesen oder vorgelesen bekommen, können gleichzeitig mit Sonja wertvolle Kräutererfahrungen machen.
    Die vielen praktischen Anleitungen und wunderschönen Märchen machen aus dem Buch eine runde Sache.

     

    Fazit: Ein tolles Buch, um sich gemeinsam mit Kindern Kräuterwissen anzueignen. Viele praktische Ideen für Eltern und Pädagogen zum Basteln, Kochen und Spielen mit Kindern.

    Dieses Buch ist im Bestand des Leseturms der Leseumwelt!

     

     

  9. „Was blüht denn da?“
  10. von Ursula Stichmann-Marny, erschienen bei Franckh-Kosmos Verlags-GmnH & co. KG

     

    Beschreibung: Dieses kleine Büchlein stellt dir und deinen Kindern 66 wichtige einheimische Blumen vor. Im DIN A6 Format beschreibt es auf jeder Seite eine Pflanze. Die einzelnen Pflanzen sind entsprechend der Farbe ihrer Blüte zu Gruppen zusammengefasst. Sehr übersichtlich findest du im Buch zunächst die Pflanzen mit weißer Blütenfarbe, dann jene mit gelber Blütenfarbe und so weiter. Die Abbildungen sind in Farbe gezeichnet, so dass Details gut zu erkennen sind. Zu jeder Pflanze gibt es spezielle Zusatzinformationen wie „wichtig zu wissen!“, „schau genau!“, „mach mit!“, „erstaunlich!“ oder „Finger weg!“. Am Fuß der Seite findest du Informationen zur Blühzeit.

     

    Persönliche Gedanken zum Buch: Das Buch ist schön kompakt und lässt sich auf jeden Spaziergang und jede Wanderung bequem mitnehmen. Inhaltlich beschränkt es sich bei jeder Pflanze auf wenige Informationen. Das macht es Kindern leicht, die Informationen zu erfassen. Pflanzen sind an ihrer Blüte gut zu erkennen. Um Kindern ein erstes Wissen zur Bestimmung von Pflanzen zu vermitteln, finde ich die Aufteilung daher sinnvoll. Pflanzen, die gerade nicht blühen, können anhand dieses Buches natürlich nur schwer bestimmt werden. Aber da helfen ja vielleicht Mama oder Papa 😉 .

     

    Fazit: Gängige einheimische Pflanzen kindgerecht vorgestellt. Ein idealer Begleiter für unterwegs.

    Dieses Buch ist im Bestand des Bücherturms der Leseumwelt!

     

    Was blüht denn da?

     

 

Welche Bücher schauen sich deine Kinder immer gerne mit dir an? Ich freue mich sehr, wenn du deine Erfahrungen hier mit mir und den anderen Lesern des Kräuterzirkels teilst.

 

Bis bald,
Susanne

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Über Susanne Nast

Susanne ist Heilpädagogin und Webdesignerin. Ihrer Begeisterung für Wild- und Heilkräuter folgend hat sie 2014 die Website „Der Kräuterzirkel“ entwickelt.
Dort können Kräuterkundige mit kleinen Unternehmen auf ihr Angebot aufmerksam machen und ihr Wissen weitergeben.

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Kommentare

  1. info@waldstreicherei.de

    19. Juni 2014

    Als Naturerlebnispaedagogin kann ich diese Tipps super brauchen. Wollte vor Jahren selber so was schreiben, weil nichts auf dem Markt war. Haette ich mal besser gemacht. Na jetzt freue ich mich auf diese Buecher und meine erste Kinderlieder Natur CD mit dem erfahrenen Team vom Lila Lindwurm. Es ist naemlich die Musik geworden.

     

  2. Susanne

    19. Juni 2014

    Kinderlieder zum Thema Natur sind eine prima Sache, finde ich :-). Hast du schon einmal überlegt, die als Podcast herauszugeben? Dann könntest du sie sogar in deine Website einbinden.
    Liebe Grüße,
    Susanne

     

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