Kräuterwissen für Kinder: das Kräuter-Memorie [Teil 3]

Im heutigen Beitrag blühen Kamille, Ringelblume, Johanniskraut und Brombeere um die Wette. In diesem dritten Teil erhält das Kräuter-Memorie damit Zuwachs aus der bunten Welt der Sommerkräuter.

 

Hier bekommst du einen kurzen Überblick über die einzelnen Kräuter:

 

Das Johanniskraut

Johanniskraut

 

In seinen Öldrüsen findest du ein rotes Öl mit sehr heilkräftiger Wirkung. Während der Blütezeit kannst du das obere Drittel des Krautes sammeln und trocknen, um es in den Wintermonaten als nervenstärkenden Tee zu genießen. Besonders, wenn dir die langen, sonnenarmen Wintertage zusetzen, sorgt das Johanniskraut für gute Laune.

 

In Öl angesetzt und für 6 – 8 Wochen in die Sonne gestellt entsteht ein Öl in tiefroter Farbe, das sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet, hilfreich sein kann.
So lindert Johanniskrautöl, äußerlich angewendet, schmerzhaften Sonnenbrand. Aber aufgepasst: Johanniskrautöl erhöht auch die Lichtempfindlichkeit der Haut. Nach der Behandlung solltest du daher nicht mehr in die Sonne gehen.

 

Kompressen und Umschläge mit dem Öl helfen bei Schmerzen und Entzündungen.

 

Die Ringelblume

Ringelblume
Mit ihren kräftig orangenen Blüten sehen die Ringelblumen wie kleine Sonnen aus und wenn du sie regelmäßig erntest, blühen sie fast bis in den Winter hinein.

 

Die Ringelblumen sind gute Wetterpropheten, da sie ihre Blüten nur an Sonnentagen öffnen. Steht ein Regentag bevor, hält die Ringelblume ihr Blütenkörbchen geschlossen.

 

Mit deinen Kindern kannst du wunderbar leuchtende Leckereien aus den Blüten herstellen. Hast du z.b. schon einmal süße Ringelblumentaler ausprobiert? Das geht ganz einfach und deine Kinder werden sicher gerne bei der Herstellung helfen. Das Rezept habe ich im Buch „Kinderwerkstatt Wildpflanzenküche“ von Violette Tanner entdeckt.

 

Für die Ringelblumentaler nimmst du:

  • 200 g dunkle Blockschokolade
  • einige frische Ringelblumenblüten
  • 1-2 EL Mandelstifte
  • 1-2 EL Rosinen
  • 1-2 EL getrocknete Cranberrys

Die Schokolade wird im Wasserbad erhitzt. Sobald sie geschmolzen ist, entnimmst du löffelweise einen Teil der Masse und formst sie auf Backpapier zu einem dünnen Taler. Die noch weichen Schokotaler werden mit Ringelblumenblättern, Mandelstiften, Rosinen und Cranberrys bestreut.

 

Die Kamille

Kamille
Die Kamille ist eine Eroberin. Auf Baugrundstücken, Äckern und Schuttplätzen taucht sie oftmals als eine der ersten Pflanzen auf. Ihr intensiver Geruch entsteht durch das ätherische Öl in der Kamille, das entzündungshemmend, wundheilend und beruhigend wirkt.
Am wirkungsvollsten ist die Kamille, wenn sich ihre Zungenblüten bereits nach unten geklappt haben. Dann ist der richtige Erntezeitpunkt.

 

Die Brombeere

Brombeere
Die Brombeere ist einer der größten Provitamin-A-Lieferanten und hilft dem Körper, gegen freie Radikale vorzugehen. Mit dem Genuss leckerer Brombeeren tun wir unserem Körper also viel Gutes.

 

Bei einer überanstrengten Stimme hilft der Saft der Brombeeren oder auch die konzentrierte Marmelade, Heiserkeit zu beseitigen. Das spricht doch sehr für ein gesundes Frühstück mit Brombeermarmelade 🙂 .

 

In der Heilkunde sind die Blätter aber von größerem Interesse als die Frucht. Ein Tee aus den Blättern der Brombeere hilft bei Entzündungen der Schleimhäute in Mund und Rachen.

 

Das Kräuter-Memorie für Kinder als Download

So, und damit es nun endlich losgehen kann mit dem Spielvergnügen findest du hier die beschriebenen Kräuterkarten als Download. Einfach ausdrucken, auf Pappe aufkleben, ausschneiden und loslegen.

 

Downloadlink zum Kräutermemorie Teil 3
Kräutermemorie Teil 3 herunterladen

 

Die bisher erschienenen Karten findest du hier:
Kräuterwissen für Kinder: das Kräuter-Memorie [Teil 2]
Kräuterwissen für Kinder: das Kräuter-Memorie [Teil 1]

 

Neben den im Teil 1 vorgestellten zwei Spielvarianten gibt es noch viele Möglichkeiten, mit Kindern die einzelnen Pflanzen kennenzulernen. Ich freue mich, wenn du hier von deinen Erfahrungen erzählst.

 

Literaturquellen

Siegrid Hirsch & Felix Grünberger „Die Kräuter in meinem Garten“ (19. Auflage, Linz 2014)

Violette Tanner „Kinderwerkstatt Wildpflanzenküche“ (AT Verlag, Aarau und München 2013)

Leonore Geißelbrecht-Taferner „Die Kräuter-Detektive“ Ökotopia Verlag, Münster 2009)

 

 

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Über Susanne Nast

Susanne ist Heilpädagogin und Webdesignerin. Ihrer Begeisterung für Wild- und Heilkräuter folgend hat sie 2014 die Website "Der Kräuterzirkel" entwickelt. Dort können Kräuterkundige mit kleinen Unternehmen auf ihr Angebot aufmerksam machen und ihr Wissen weitergeben.

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Kommentare

  1. KitaIdeenkiste privater Blog

    11. Mai 2016

    Liebe Susanne,
    da habe ich jetzt etwas großartiges gefunden. Vielen lieben Dank für diese tolle Idee, bzw. diese wunderbaren Bilder.
    Gerne würde ich auf diese Idee in meinem Blog hinweisen. Natürlich mit dem Link hierher.
    Ist das ok?

    Liebe Grüße
    Diana

     

  2. Susanne Nast

    22. Mai 2016

    Liebe Diana,

    ich freue mich sehr, dass dir die Beiträge gefallen!
    Ja, natürlich kannst du gerne auf deinem Blog darauf hinweisen.
    Liebe Grüße
    Susanne

     

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