Schnelle Küche mit Wildkräutern: Giersch-Pesto

Bei dir jagt ein Termin den nächsten und du weißt nicht, was du auf die Schnelle zu essen zaubern sollst? Das kenn´ ich! Und deshalb habe ich hier ein ganz einfaches Rezept für dich. Es geht „Ruck zuck“ und schmeckt prima.

 

Spaghetti mit Giersch-Pesto

Für 2 Personen brauchst du:
Giersch-Pesto

  • 2 Handvoll jungen Giersch
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Ca. 8 – 10 Nüsse (Mandeln oder Walnüsse) – also etwas weniger als auf dem Foto 😉
  • 1 Knoblauchzehe
  • Parmesankäse (Menge nach Geschmack)
  • 5 – 6 EL Olivenöl
  • Salz
  • Spaghetti

 

Und so wird´s gemacht:

  1. Wasser mit etwas Salz aufsetzen und die Spaghetti „al dente” kochen.
  2. In der Zwischenzeit Giersch und Petersilie waschen und trocken schleudern.
  3. Giersch, Petersilie, Nüsse und Knoblauch grob hacken
  4. Die grob gehackten Zutaten mit Olivenöl vermengen.
  5. Mit dem Pürierstab zu einem sämigen Pesto verrühren und anschließend den Parmesankäse untermischen.
  6. Mit Salz abschmecken.
  7. Das Pesto gut mit den heißen Spaghetti durchmischen und fertig ist die Mahlzeit.

 

So hast du in 15 Minuten ein leckeres und gesundes Essen gezaubert.

 

Giersch Pesto

Tipp: Um Fett einzusparen ersetze ich gerne einen Teil der Ölmenge durch Nudelwasser. Dann nimmst du nur 4 EL Olivenöl und 2 EL Nudelwasser.

 

 

Wissenswertes zum Giersch

Giersch ist wahrscheinlich eines der häufigsten „Bei“-Kräuter, die in Gärten zu finden sind. Dort ist er geradezu gefürchtet, da er sich anderen Pflanzen gegenüber durchsetzt und diese verdrängt. Außerdem wächst er an feuchten Gebüschen, in Auwäldern und an Rändern von Bächen und Flüssen.
Giersch

 

Ich war mir zunächst nicht sicher, ob das, was da in meinem Garten wächst, wirklich Giersch ist. Ich habe so viel davon gelesen, dass man Giersch mit anderen Doldenblütlern, die giftig sind, verwechseln kann, dass ich lieber auf Nummer sicher gehen wollte.
So bin ich, bevor ich ihn das erste Mal in einer Mahlzeit verwendet habe, mit dem Kraut aus meinem Garten zu einer bekannten Kräuterpädagogin gefahren und habe ihr die Pflanze gezeigt.

 

„Eindeutig Giersch!“– meinte Ulrike Schnetzinger vom Kräuterschatzkistl.
Prima – seitdem steht der Giersch sehr oft auf meinem Speiseplan.

 

Also, wenn du dir nicht sicher sein solltest, ob das Giersch in deinem Garten ist, frag lieber zunächst einen Kräuterkundigen.

 

 

Giersch in der Küche

Der Giersch ist ein sehr mild schmeckendes Wildkraut, dass auch „Anfängern“ in der Wildkräuterküche sicher sehr gut schmeckt.

 

Lange, bevor es bei uns den Kulturspinat gab, hat man Giersch als Gemüse genutzt. Sein Geschmack erinnert an eine Mischung aus Petersilie und Möhren. Daher kann er auch gut anstelle von Petersilie verwendet werden. Besonders auffällig ist sein Geruch, der an Holunder erinnert.

 

 

Giersch als Heilkraut

Schon im Mittelalter wurde Giersch als Mittel bei Gicht eingesetzt. Im Volksmund heißt er auch Zipperleinkraut oder Gichtkraut. In der Literatur wird er als harntreibend, entzündungshemmend und entgiftend beschrieben. Aufgrund seiner innerlich reinigenden Wirkung werden die frischen Blätter gerne als Tee für Frühjahrskuren verwendet.

 

Der frische Pflanzensaft kann das Anschwellen nach einem Insektenstich verhindern, wenn er sofort auf die betroffene Stelle gerieben wird.

 

 

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Über Susanne Nast

Susanne ist Heilpädagogin und Webdesignerin. Ihrer Begeisterung für Wild- und Heilkräuter folgend hat sie 2014 die Website "Der Kräuterzirkel" entwickelt. Dort können Kräuterkundige mit kleinen Unternehmen auf ihr Angebot aufmerksam machen und ihr Wissen weitergeben.

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