Wald und Wiese auf dem Teller – nur ein origineller Gag?

Einige Gedanken zur Sinnhaftigkeit der Wildkräuterküche

Die meisten essbaren Wildpflanzen und so genannten „Unkräuter“ haben auch ein großes Potential an Heilwirkung.

Kräuter und Blüten einfach zu essen ist die sinnvollste Verwendungsmöglichkeit – weil frisch und voller Lebensenergie. Meine Devise zur Unkrautbekämpfung: „Am besten man frisst sie“! (Giersch, Gundelrebe, Löwenzahn, Gänseblümchen, Melde, Franzosenkraut, Fuchsschwanz, Vogelmiere …)

Die Natur – ein Gratis-Selbstbedienungsladen für natürliche Nahrungsergänzung

Manche mögen zielloses und zweckfreies Spazierengehen nicht und freuen sich, wenn sie mit einer „Beute“ aus Kräutern und Blüten nach Hause kommen. Mit Wildpflanzen kann man wirklich himmlische Gerichte zubereiten, wenn man das nötige „Know How“ hat.

Wildkräuter

Was sollte man wissen?

Wirklich kennenlernen kann man die Pflanzen nur in der Natur! Gut zu wissen ist, welche Kräuter man am besten roh und welche man lieber gekocht verwendet. Manche können in großen Mengen, andere wieder eher nur als Gewürze gebraucht werden.

Kräuter und besonders Blüten sind auch bestens für eine festliche und kreative Küche geeignet. Sie werden von Spitzenköchen mit Vorliebe zu raffinierten Gerichten verarbeitet.

Nur für Mutige?

Wer nur Kräuter verwendet, die er sicher kennt, braucht gar keinen Mut. Ich koche seit 35 Jahren mit Wildpflanzen und hab noch nie etwas giftiges erwischt.

Beim Bärlauch, der jetzt besonders in Au-Gebieten in großen Mengen wächst, haben viele die Angst, sie könnten ihn mit dem giftigen Maiglöckchen verwechseln.

Hier einige Tipps um dies zu vermeiden:

Bärlauchblätter kommen als eine der ersten Frühlingskräuter anfänglich noch ein wenig eingerollt aus der Erde. Und haben den typischen Knoblauchgeruch. Die Blätter sind glänzend, weich und ein Blatt sitzt an einem Stängel, der ebenfalls  eher weich ist.

Maiglöckchenblätter treiben erst viel später als der Bärlauch aus. Ihnen fehlt der Knoblauchgeruch. Sie stehen paarweise an einem eher harten Stängel. Anfangs sind sie allerdings auch ein wenig eingerollt.

Größer ist die Gefahr, den Bärlauch mit den sehr giftigen Herbstzeitlosenblättern zu verwechseln. Diese kommen in ganzen Büscheln aus der Erde. Auch diesen fehlt der Knoblauchgeruch. Sie treiben aber zur selben Zeit wie der Bärlauch aus und wachsen eventuell auch am selben Standort.

Eine Überlebensfrage

… war einst nach dem Krieg die Kenntnis der essbaren Wildpflanzen. Mit solch einem Wissen ist man für eventuelle Krisen- und Notzeiten gerüstet.
Mehr zum Thema ein anderes Mal.

Mit grünen Grüßen aus St. Georgen

Christine Konlechner, Ganzheitliche Naturheiltherapeutin

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Über Christine Konlechner

Christine hat eine naturheilkundliche Praxis in St. Pölten. Als diplomierte Naturpraktikerin legt sie viel Wert auf eine ganzheitliche, ursachenbezogene Therapie und Beratung. Neben der Tätigkeit in ihrer Praxis gibt sie auf Kräuterwanderungen und in Wildpflanzenkochkursen ihr Wissen weiter.
Mehr über Christine und ihr Angebot erfährst du auf ihrer Website: www.christinekonlechner.com

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Kommentare

  1. Günter

    21. April 2014

    Ich habe vor Jahren bei Christine Konlechner einen Kräuterlehrgang mit anschließendem Kochkurs gemacht. Die zuvor gesammelten Kräuter wurden zu köstlichen Mahlzeiten verarbeitet. Von Suppen über Hauptspeisen bis zu den Nachspeisen war alles dabei! Es hat alles vorzüglich geschmeckt und hat uns alle satt gemacht! Der Tag bleibt mir in unvergesslicher Erinnerung, so habe ich mir damals den Bauch vollgeschlagen!

     

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