Wenn dem Hund was über die Leber läuft …

… ist dagegen ein Kraut gewachsen!

 
Du denkst dir vielleicht im ersten Moment noch ein wenig ungläubig: Aber mein Hund trinkt doch gar keinen Alkohol, also was sollte ihm über die Leber laufen?

 

Stimmt, aber er nimmt trotzdem eine Menge anderer Gifte zu sich, was auch die Leber deines Vierbeiners mal an den Rand der Leistungsfähigkeit bringt. Aber die Natur kann hier mit dem passenden Kraut gute Unterstützung liefern.

 

Also nun zu den Giften

Da wären z.B. Medikamente, die fast jeder Hund schon gegen kleinere und größere Probleme der Gesundheit verschrieben bekommt. Und auch die Mittel, die man gegen Ungeziefer als Tröpfchen ins Nackenfell verabreicht oder als Flohhalsband umbindet, Impfungen, Entwurmungen und auch ganz normale Nahrungs- und Alltagsgifte spielen eine Rolle.

 

Das Ergebnis: Die Leber wird irgendwann mit ihrer Aufgabe nicht mehr fertig und ist im Dauerstress.

 

Daraufhin folgen häufig Auffälligkeiten wie

 

  • Erbrechen
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Entzündungen des Verdauungstraktes
  • Juckreiz
  • Ohrentzündungen

 

Wenn dir Symptome auffallen, wie z.B.

 

  • dein Hund wirkt oft abgeschlagen und müde
  • er hat plötzlich keine Lust mehr auf sein Lieblingsfutter, aber sein Bauch wirkt aufgeblähter und dicker
  • vielleicht verliert er aber auch Gewicht obwohl er normal frisst
  • und irgendwie juckt er sich viel mehr als früher, aber Flöhe findest du keine

Dann könnte es sein, dass die Leber deines vierbeinigen Freundes gerade ziemlich viel zu tun hat. Ob das wirklich so ist, kannst Du anhand von einer Blutuntersuchung herausfinden lassen.

 

Damit der Leberstoffwechsel bei Problemen wieder möglichst schnell in geordneten Bahnen verläuft, kommen hier ein paar Kräutertipps, die du als unterstützende Kur über ca. 4-6 Wochen geben kannst.

 

Die Mariendistel

Mariendistel
Die Mariendistel ist ein Korbblütler und kommt im Hochsommer an vielen warmen, trockenen Standorten vor. Sie wirkt stark entgiftend bei Lebererkrankungen die durch zu viele leberschädigende Arzneimittel entstanden sind, wie z.B. die Parasitenprophylaxe. Also Gifte, die man vorbeugend gegen Flöhe und Zecken gibt.

 

Auch gut wirksam ist die Mariendistel bei Beschwerden wie Aufgasung, Appetitlosigkeit und Blähungen.

 

Der Löwenzahn

Löwenzahn
Der Löwenzahn ist ein weiterer sehr nützlicher Helfer bei Problemen des Leberstoffwechsels.

 

Er gehört ebenfalls zu den Korbblütlern und kommt hauptsächlich im Frühjahr auf Wiesen und Feldern zahlreich vor. Durch seine Bitterstoffe regt er die Sekrete im gesamten Verdauungsapparat an u.a. Magensaft und Gallenfluss und wirkt so Stauungen von Organen wie der Leber entgegen.
Damit kommt es gar nicht so häufig zu Verdauungsstörungen und Beschwerden wie Appetitlosigkeit.

 

Löwenzahn regt den Stoffwechsel an und sorgt für eine gute Ausscheidung von Giftstoffen auch über die Harnwege.

 

Bitte nutze ihn vorsichtig, zunächst nur 1-2 Blättchen um zu schauen, wie Dein Hund das Kraut verträgt. Sollte er keine Probleme zeigen, kannst Du auch ein wenig mehr unters Futter mischen.

 

Gerade bei Hunden ist es gut möglich, Kräuter in getrockneter Form ins Fressen zu geben. Dazu kannst du sie vielleicht bei einem Sommer- oder Herbstspaziergang sammeln und dann ein paar Wochen trocknen lassen an einem luftigen Ort. So hast Du über den Winter immer ein wenig Reserve, falls es mal nötig ist.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir und deinem Vierbeiner viel Spaß beim Kräuter sammeln und tierisch viel Gesundheit.

 

Claudia Walt
Tierheilpraktikerin Troisdorf

 

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Kommentare

  1. Barbara Reitgruber

    17. Mai 2015

    Vielen Dank für die gute Information ,Frage was kann die Ursache sein wenn meine weisse Schäferhündin sich jedes Jahr ,Frühjahr und Herbst die Pfoten wund beisst? Wollte mich um Alternative Mittel erkundigen und nicht wieder eine Allergie Inektion von Tierarzt ihr geben:LG BARBARA

     

  2. Claudia Walt

    20. Mai 2015

    Hallo Barbara,

    Danke für das Lob, freut mich, wenn der Artikel weiterhelfen kann. Aber das, was Du beschreibst, klingt nicht nach Leberproblemen. Viel mehr würde ich oberflächlich von ner Kontakt-Allergie ausgehen, wenn es wirklich lediglich die Pfoten betrifft und periodisch auftritt. Eine Ferndiagnose ist natürlich nicht möglich. Ohne weitere Informationen würde ich mal überprüfen, wo ihr spazieren geht. Wird dort gedüngt? Wäre eine Möglichkeit… Abzuklären wäre ansonsten, ob es evtl. Magenprobleme gibt (Pfotenknabbern ist ein gern gesehenes Symptom). Schwierig auf Entfernung. Im Zweifel, meld Dich gern über die Email meiner Homepage und dann gucken wir genauer oder such einen guten Naturheilkundler in Deiner Umgebung. Alles Gute und LG sendet Dir Claudia

     

  3. Monika Vana

    16. November 2015

    Liebe Claudia,

    Bitte überprüfe doch mal dein Foto der Mariendistel, die sieht in Wirlichkeit anders aus!

    Grüße von Monika

     

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